Benromach 21

Heute habe ich hier ein Flasche auf dem Tisch, die mich sofort interessiert hat als ich vom Release mitbekommen habe. Benromach hat ja in diesem Jahr sein Design einmal komplett überarbeitet und gleichzeitig die Chance genutzt, das Portfolio um einen 21-Jährigen zu erweitern. In unserem Podcast „Dram Good“ haben Olli und ich bereits flüchtig reingeschnuppert. Heute möchte ich mir noch einmal etwas mehr Zeit für ein paar Notes nehmen. Benromach begleitet mich eigentlich schon recht lang, denn eines meiner erstes Tastings, an dem ich teilnahm, war ein Benromach-Tasting. Seit dem bin ich Fan der Brennerei. Besonders der 15-Jährige ist meiner Meinung nach ein absoluter Pflichtmalt für jeden, der sich mit Whisky beschäftigt. Nun kommt das also ein 21-Jähriger, der die Range komplettieren soll.

Benromach 21

Der Malt durfte für 21 Jahre sowohl in Sherry als auch in exBourbon Fässern reifen, wurden dann mit 43% Vol. abgefüllt und zwar nicht gefärbt aber sicher sicher doch kältefiltriert. Die Aufmachung ist recht ansehnlich, die Box gefühlt riesig. Ich hatte ja mit dem neuen Design so meine Probleme. In Real ist es dann doch nicht so schlimm und die Details teilweise sehr ansprechend. Nun bin ich aber gespannt, ob die 43% Vol. dem Benromach genügend Kraft verleihen können und ob der Preissprung vom 15er gerechtfertigt ist.

Nase: Erst einmal ist es schwierig mit diese enormen Aromenfracht zurecht zu kommen. Extrem voll strömt der Benromach aus dem 1920’s Blenders Glas und das Erste, was sofort auffällt sind reife Orangen. Dazu aber auch Äpfel in Form von Apfelmus, dunkle Trauben, Vanillesoße, Milchschokolade, Zimt, Staub, nasses Holz, süße Datteln und mit der Zeit Sahne. Der sonst so typische Rauch hält sich sehr dezent im Hintergrund, ist aber unterschwellig immer mit von der Partie.

Geschmack: Weiterhin voluminös und für 43% Vol. angenehm kraftvoll. Wieder stehen die Orangen im Vordergrund und werden begleitet von nun etwas intensiverem Rauch, rotem Apfel, Zimt, frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer, Rohrzucker, Earl Grey, Milchschokolade, nun auch etwas Herzhaftes, wie Bouillon (Umami). Schon auf der Zunge tritt die erwartete Süße in den Hintergrund und weicht eher würzig-holzigen Aromen.

Finish: Lang, würzig, holzig und angenehm trocken mit Bitterschokolade, Orangenabrieb und einem Hauch Minze.

Fazit: Mit ca. 140€ kein Schnapper, aber sein Geld ohne Wenn und Aber wert. Ich bin sicher etwas biased, da ich die Brennerei einfach top finde. Trotzdem finde ich diese Abfüllung absolut gelungen und ärgere mich ein wenig, dass meine Flasche nach der Teilung bereits leer ist. Ein ganz anderes Thema ist allerdings die Frage, ob der Preissprung von 60-70€ im Vergleich zum 15 yo gerechtfertigt ist. Da muss ich sagen, geht nichts über den 15-Jährigen. Wer es jedoch etwas exklusiver mag, liegt mit dem Benromach 21 definitiv richtig.

Sláinte

Mr Barleycorn

Ein Kommentar zu „Benromach 21

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