Glenrothes 22-Jahre (whic Amazing Whiskies)

KW00558_10Puuuuuh, bei dem Output, den die unabhängigen Abfüller gerade haben, komme ich mit meinem kleinen Blog fast gar nicht hinterher. Gut für mich, denn ich habe immer genügend „Stoff“ über den ich schreiben kann. Schade allerdings, da ich so nun schon des Öfteren erst dazu kam, einen Beitrag zu verfassen, als bereits alle Flaschen vergriffen waren. Aber es gibt Schlimmeres, denke ich. Heute habe ich wieder einmal ein Sample aus dem Hause whic vor mir. Die neue Serie trägt den Namen „whic Amazing Whiskies“ und ist einmal mehr mit einem für mich sehr ansprechendem Design versehen. Auch sonst lässt hier alles das Sammlerherz höher schlagen: 30 Episoden aka Abfüllungen soll es von den Amazing Whiskies geben. Nummer eins mit gerade einmal 270 Flaschen deutet auf die sicher auch für kommende Flaschen zutreffende Limitierung hin. 58,8% Vol. Fassstärke und ein ordentliches Alter von 22 Jahren sind für die erste Abfüllung auch eine Ansage. Das kleine Booklet, das mir zum Sample geliefert wurde, steckt auch in den Dosen der Großflaschen und strotzt nur so vor Superlativen. Und nicht zuletzt die Brennerei Glenrothes ist ein Garant für Qualität, auch wenn nicht immer mein Geschmack (ich sag nur extreme Toffeenoten). Ich bin auf jeden Fall gespannt.

Nase: Weihnachten im Sommer. Dunkler Sherry, süße Milchschokolade, dunkle Trockenfrüchte. Gleichzeitig etwas Pfirsich, der oft mit dem Alter zur Geltung kommt. Die gesamte Sherrypalette wird hier aufgefahren: Leder, Mokka, etwas Orange, Tannenwald und nach dem ersten Schluck dann auch deutlichere Gewürze in Richtung Nelke und Zimt. Das Alter kommt schon in der Nase schön durch, alles wirkt in sich verbunden, kein Schwefel, nichts stört – Straight forward (modern) Sherry-Nose. Schön!

Geschmack: Wie in der Nase, die volle Ladung Sherry. Gleichzeitig aber auch eine gewisse Frische. Der Alkoholgehalt ist mit Pur etwas zu hoch, aber er hat genügend Reserven für das Spiel mit dem Wasser – 1,5 TL  auf 2cl tun es. Dann öffnet sich das ganze und wird auf der Zunge angenehm ölig und ein Wechsel von dunklen Trockenfrüchten zu reifer Orange findet statt. Dazu nun eher dunkle Schokolade, etwas angebrannter Toast und dunkler Waldhonig.

Finish: Medium bis Lang. Nur eine ganz leichte Bitterkeit macht sich breit und dann bleiben Anklänge von würzigem Holz, einem Hauch Pfeffer, Kaffee und Zitrusschalen auf den Zungenaußenflügeln.

Fazit: Lecker und gefährlich süffig, wenn man etwas Wasser hinzu gibt. Man merkt dem Malt sein Alter definitiv an. Die Aromen sind ineinander verwoben und ergeben ein gelungenes Gesamtbild. Ein schönes Beispiel für einen Glenrothes, wie er mir zu gefallen weiß. Aktuell sind alle Flaschen vergriffen, aber die Vögelchen pfeifen von den Dächern, dass schon am kommenden Freitag die zweite Episode der Amazing Whiskies erscheinen soll – wohl aus dem Hause Inchgower!

Ich danke Melisa von whic für das kostenfreie Sample und Bildmaterial.

Sláinte

Mr Barleycorn

Ein Kommentar zu „Glenrothes 22-Jahre (whic Amazing Whiskies)

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