Glen Moray 11 & Cameronbridge 25 (whic)

IMG_20191216_220223.jpgHeute habe ich wieder einmal zwei interessante Abfüllungen von whic.de für Euch. Nummer Eins ist ein 11 Jahre alter Glen Moray aus dem Bourbon Hogshead. Dieser wurde für die whic Nymphs of Whisky Collection #2 abgefüllt. Bisher wurden bereits Fässer der Brennereien Arran, Craigellachie, Glen Moray für die zweite Edition der Erfolgreichen Serie abgefüllt. Außerdem gesellt sich ein Secret Orkney dazu. Die erste Glen Moray Abfüllung scheint so überzeugend gewesen zu sein, dass gleich das nächste Hoggy abgefüllt wurde. Und nur so viel vorweg – das gefüllte Glas hier neben mir verströmt wirklich tolle Noten, ohne dass ich schon begonnen habe zu verkosten. Wie schon bei den letzten Abfüllungen aus dem Hause whic.de, wurde der Glen Moray fassstark und ohne zusätzliche Färbung abgefüllt.

Das zweite Sample, das mir von Melisa von whic zugesandt wurde, ist von den Daten her auch nicht von schlechten Eltern. 25 Jahre durfte der Single Grain aus der Brennerei Cameronbridge in einem ehemaligen Sherryfass reifen, bevor er mit kräftiger Fassstärke von 57,6% Vol. abgefüllt wurde. Auch hier wurde auf Kältefiltration und Färbung verzichtet.

Glen Moray 2007/2019 11 Jahre Hogshead

Nase: Ha, das ist mal eine tolle schnörkellose Nase. Mit einem Wort – Apfelkuchen. Da sind Streußel, knackige Äpfel und etwas Vanillepudding. Dazu gesellen sich etwas Orangenaroma, Pfirsiche, ein paar Noten in richtung Sandelholz und Muskat. Auch der in den Verkostungsnotizen des Abfüllers erwähnte Weißwein ist deutlich da. Der Alkohol ist gut eingebunden, gibt dem Ganze aber gleichzeitig eine angenehme Frische, die fast maritim daher kommt.

Geschmack: Auf der Zunge weniger Süß als erwartet, leicht ölig und mit super dosiertem Alkoholgehalt. Die Fruchtigkeit der Nase bleibt erhalten, jedoch eher trocken, leicht herb und knackig. Ich denke an Apfel- und Birnenschale, Aperol und Traubenkerne. Wieder ist da etwas vom Sandelholz, angenehme Vanille und ein Hauch weißer Pfeffer.

Finish: Medium mit Vanille, etwas Zitronenschale und wieder eine Prise weißer Pfeffer.

IMG_20191216_215913.jpgCameronbridge 25 Jahre Sherry Cask

Nase: Der erste Kontakt lässt mich sofort an Uhu-Kleber denken. Mit dem zweiten Mal Einatmen ist diese Note aber sofort wieder verflogen. Nun wird der Grain in der Nase von Sekunde zu Sekunde dunkler und gibt rote Früchte preis, die an rote Grütze erinnern. Gleichzeitig ist da eine leichte Zitrussäure, die sich schwierig einordnen lässt. Mit der zeit wird der Grain süßer und lässt mich an Kaugummi denken. Wenn ich das Glas ein paar Minuten stehen lasse und dann wieder zur Nase führe, kommt auch die Klebernote wieder durch. Die 25 Jahre im Fass kommen für mich in der Nase nicht herüber.

Geschmack: Auf der Zunge ist der Cameronbridge sofort präsent und gefällt mir deutlich besser als in der Nase. Rote Frucht, Süße, Säure, Holz, etwas bittere Schokolade und Nelken tun sich zusammen und werkeln an den Geschmacksknospen. Schöne Öligkeit!

Finish: Medium bis lang. Prickelnd, wieder Rote Grütze, Wacholder, Grapefruitschale und etwas Backkakao.

Fazit

Dieses Tasting gewinnt ganz klar der Glen Moray 11 für mich. Mit ihm hatte ich heute eine echte Überraschung im Glas. Blind hätte ich bei dieser Abfüllung auf etwas in Richtung Balblair getippt. Der Mix zwischen Apfelkuchen, Zitrus und Sandelholz passt ausgezeichnet und kann vor allem in der Nase punkten. Richtig schöne Fassauswahl!

Die Klebernote des Cameronbridge macht den 25-jährigen Single Grain etwas schwierig für mich. Ich weiß, dass viele Genießer das toll finden, ich bin noch unentschlossen. Auf der Zunge macht er eine weitaus bessere Figur. Trotzdem hätte ich hier blind beim Alter komplett daneben gelegen.

Wer mal probieren möchte, kann beide Abfüllungen exklusiv bei whic.de bestellen. Eine tolle Sache ist auch der Tasting Circle von whic, mit dem Ihr Euch durch einen großen Teil des Sortiments probieren könnt, bevor Ihr eine Großflasche kauft.

Ich danke Melisa von whic.de für die kostenfreien Samples.

Sláinte 

Mr Barleycorn

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