Ballechin 12 (Whic – The War of the Peat I of XIII)

Letzte Woche hat ja so ziemlich jeder deutsche Blogger den Ballechin 12 aus der neusten Bottlingserie von whic.de vorgestellt. Nun will ich da nicht fehlen, zumal mir freundlicher Weise ein kostenfreies Sample zur Verfügung gestellt wurde. Besten Dank an dieser Stelle schon einmal an René von whic.de.

Whic hat ja schon einige wirklich hochwertige Tropfen auf den Markt gebracht. Ich erinnere nur an den Tobermory 1995/2017 aus der Sujet Serie oder den Ben Nevis 1995/2018 aus der Nymphs of Whisky Collection. Mit einer imposanten Videoinszenierung kündigte whic.de nun die neue Serie „The War of the Peat“ an. Das Video und auch die Labels zeigen Darstellungen von den Invasoren aus dem H.G.Wells Roman „Der Krieg der Welten“. Ich für meinen Fall fühlte mich direkt angesprochen. Doch seht selbst: 

Viel wichtiger als das Drumherum ist natürlich das, was hinter den insgesamt 13 (!) Abfüllungen steckt. Allesamt konzentrieren sich auf rauchige Whiskys, was sich auch im Namen widerspiegelt. Den Anfang macht der 12-jährige Ballechin aus der Edradour Brennerei. 2007 destilliert, durfte der stark rauchige Brand die gesamte Reifezeit im Refill Sherry Cask mit der Nummer 178 verbringen. Das Fass ergab 305 Flaschen, die mit satten 59,3% Vol. abgefüllt wurden. Wie immer bei den Eigenabfüllungen von whic.de wurde weder gefärbt noch kühlgefiltert.

War of the Peat Plakat.jpgNase: Deutlicher Torfrauch strömt aus dem Glas. Dazu gesellt sich ein angenehme Süße in der Nase. Das Sherryfass versteckt sich etwas hinter dem Rauch, wird aber mit der Zeit immer deutlicher und bringt dunkle Trockenfrüchte mit sich. Da sind vor allem ein paar Rosinen, aber auch Räucherspeck. Unverdünnt ist der Alkohol recht präsent, weswegen ich einige Tropfen Wasser hinzufüge. Die Nase profitiert enorm vom Wasser, und lässt einem nun das Wasser im Mund zusammenlaufen. Da sind mehr Früchte nun in Richtung reife Brombeeren und rote Stachelbeeren. Außerdem eine noch intensivere Süße, die an Zuckerwatte erinnert. Der Rauch tritt immer weiter in den Hintergrund.

Geschmack: Auf der Zunge greifen die knapp 60% Vol. auch direkt an. Sehr intensiv steht der Torfrauch im Vordergrund. Trotzdem erhält auch das Fass seinen Raum. Die Süße tritt etwas in den Hintergrund und mach Platz für herbere Noten von dunkler Schokolade und ein paar Haselnüssen. Ohne Wasser ist mir der Malt etwas zu forsch. Mit Wasser kommt auch am Gaumen die Fruchtigkeit etwas mehr zur Geltung. Rosinen und die bereits erwähnte rote Stachelbeere finde ich. Insgesamt weiterhin eher herb, was ich sehr mag.

Abgang: Medium. Dunkle Schokolade, Ingwer, Grapefruitschale, etwas Eichenwürze und langanhaltender Torfrauch.

Fazit: Insgesamt ist dieser Ballechin ein überaus gelungener Malt, der nicht vom Fass erschlagen wurde. Ohne Wasser geht mir der Ballechin etwas zu forsch ans Werk. Spielt man jedoch etwas mit Wasser und verdünnt den Malt, ist das Ergebnis toll. Komplex, ausgewogen und einfach lecker. Ich bin gespannt, was da noch auf uns zu kommt, denn das war ja erst der erste von 13 Whiskys aus der „The War of the Peat“ Serie.

Die whic.de Eigenabfüllungen findet ihr hier. Es lohnt sich definitiv, immer mal wieder vorbei zu schauen.

Sláinte

Mr Barleycorn

 

 

Ein Kommentar zu „Ballechin 12 (Whic – The War of the Peat I of XIII)

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