Ardbeg Supernova 2019

DSC03687.JPGArdbeg bringt pünktlich zum Beginn des vierten Quartals 2019 ein neues Committee Release auf den Markt – den Supernova 2019. Inzwischen gibt es 5 Versionen des Supernova, der 2009 zum ersten mal auf den Markt kam. Die Brennerei erinnert mit dieser Abfüllung an das Experiment, eine Probe Ardbeg Whisky für drei Jahre auf der ISS zu reifen. Laut Pressemitteilung der Brennerei ist der Supernova der Ardbeg mit dem höchsten Phenolgehalt. Ich habe mir ein Sample organisiert und bin gespannt, was da auf mich zukommt.

Der Ardbeg Supernova 2019 reifte ausschließlich in ex-Bourbon Casks, wurde nicht gefärbt und nicht kühlgefiltert. Eine Altersangabe trägt er nicht und wurde mit kräftigen 53,8% Vol. abgefüllt.

Nase: Kräftiger süßlicher Rauch strömt in meine Nase. Eindeutige Ardbeg-Asche gepaart mit süßen Karamellnoten, Orangen, Lakritz, zarte Vanille, Kuchenteig, Minze und etwas Kiefernharz. Leichte Weißweinnoten kommen durch sobald sich der Rauch gesetzt hat. Ich denke zudem an nassen Schiefer. Der Alkohol ist toll eingebunden. Mit der Zeit wird die Süße in der Nase immer intensiver und der rauch verschwindet fast. Nun entdecke ich auch Anis.

Geschmack: Wow. Heftiger Antritt. Der Alkohol, der in der Nase kaum zu spüren war, ist auf der Zunge richtig da. Dazu kommt es mir vor, als hätte ich in ein Stück verkohltes Holz gebissen. Das klingt jetzt vielleicht abschreckend, ist aber genau das, was ich mir erhofft hatte. Der zweite Schluck ist dann schon fast zahm, aber dennoch kraftvoll. Wieder sind da süße Karamell- und Vanillenoten, Kiefernnadeln, etwas Zitrus und gesalzene Butter.

Abgang: Medium, rauchig, prickelnd, süß mit einem Touch würziger Eiche und etwas Orangenschale.

DSC03681.JPGFazit: Wie schon gesagt, habe ich von dem am stärksten getorften Ardbeg einen ordentlichen Punch erwartet und den bringt er auf der Zunge definitiv mit. Sicher ist diese Abfüllung noch sehr jung. Die mineralischen Schiefernoten und der insgesamt ungestüme Auftritt sind klare Indizien dafür. Die Jugend steht dem Malt jedoch sehr gut und ich mag junge Islay Whiskys inzwischen sehr gern. Für Sammler sicher eine Abfüllung, die auf jeden Fall in den Schrank muss. Für mich sehr lecker, aber durch den recht hohen Preis von knapp 160€ mit Versand eher uninteressant.

Sláinte

Mr Barleycorn

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