Bunnahabhain Moine 2011/2018 “Lost Valley”

Kurz vor Weihnachten erreichte mich ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk per Post. In dem kleinen Päckchen befand sich eine CD und Sample des Bunnahabhain Moine 2011/2018 “Lost Valley”. Doch was hat es mit diesem Namen auf sich?

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Die Geschichte dazu ist einfach erzählt: David Frikell, Bloggerkollege bei Whisky & Vinyl, ist außerdem Musiker. Unter dem Namen Wiljalba veröffentlicht er überraschend eingängigen Folk. Bereits Ende August kam sein Album „Lost Valley“ raus. Im Dezember legte David aber noch eine Schippe drauf, indem er seine beiden Leidenschaften miteinander kombinierte. Und was liegt da näher, als ein Whisky zum Album. In Zusammenarbeit mit den lieben Leuten von whic.de und Signatory Vintage kam ein junger Bunnahabhain Moine in die Flasche und darf das wunderschön gestaltete Label von Wiljalba’s Album tragen. Wäre ich Musiker, wäre das genau mein Ding. Leider bin ich nicht musikalisch, also gebe ich mich mit dem Hören zufrieden. Und hören kann man „Lost Valley“ ziemlich gut. Bereits bevor David mir das Album zugesendet hat, habe ich das Album immer mal wieder durchgehört. Vor allem, wenn man mit Freunden einen schönen Abend verbringt, liefert „Lost Valley“ einen passenden Soundtrack. Von ruhig bis tanzbar ist da fast alles dabei, vorausgesetzt, man mag die Musikrichtung. Für mich trifft das glücklicherweise zu. Ich habe Euch mal meinen Favoriten des Albums hier eingebettet:

Doch nun zum Whisky. Wie gesagt, wurde der Bunnahabhain Moine von Signatory Vintage abgefüllt und durfte 6 Jahre lang in einem einzelnen exBourbon Cask reifen. Der Zusatz „Moine“ deutet darauf hin, dass es sich bei dieser Abfüllung um einen stark rauchigen Bunnahabhain handelt. Abgefüllt wurde wurde der Bunna dann mit satten 60,7% Vol. Alkohol und selbstverständlich nicht kühlgefiltert und auch nicht gefärbt. Dann mal rein ins Glas und Musik ab!

Nase: Der Bunna versteckt seine Herkunft nicht und beginnt mit intensivem Torfrauch in der Nase. Dazu gesellen sich Asche, Zitrusnoten, eine intensive Malzigkeit, Gebäck, Vanille und eine maritime Frische. Das Fass lässt dem Brennereicharakter noch viel Platz. Der Alkohol ist erstaunlich gut eingebunden und fühlt sich nicht nach knapp über 60% Vol. an. Ein wenig mineralisch ist er und mit etwas Zeit im Glas kommt ein Hauch von Ananas durch.

Geschmack: Auch auf der Zunge ist der Bunna sofort präsent und schiebt mit voller Kraft voraus. Da ist intensiver Torfrauch und ebenso intensive Süße und Ingwer. Ich entdecke ein paar Butterkekse, Honig und Vanille. Außerdem sind da dieses mineralische und frische Noten, die ich bei jungen Islay Malts sehr mag. Auf der Zunge ist der Malt richtig dickflüssig und kann einige Tropfen Wasser ab. Mit Wasser wird er dann etwas zahmer und gefälliger.

Abgang: Medium mit Honig, intensivem Torfrauch und Ingwer.

Fazit: Eine super Idee, Musik mit Whisky zu verbinden, sind doch beide zum einen Kunst und zum anderen mit Leidenschaft produziert. Sicher ist dieser 6-jährige Bunnahabhain Moine noch recht jung und das versteckt er auch nicht. Warum auch, die Süße des Destillates kommt noch schön durch und der leichte Einfluss des Fasses unterstützt sie noch. Auf der anderen Seite ist da der intensive Torfrauch in Verbindung mit der mineralischen Jugend. Passt zum Album und ist perfekt, um einen Abend mit Freunden bei guter Musik zu verbringen. Den Whisky und jede Menge gute Musik gibt es auf wiljalba.com. Von den 220 Flaschen, die das Fass hergegeben hat, sind sicher schon einige Weg. Interessant finde ich vor allem die Bundles mit den CDs oder noch besser Vinyls.

Auf diesem Weg möchte ich David noch einmal ganz herzlich danken, nicht nur für das Sample, vor allem aber auch für die CD und die tolle Musik darauf.

In diesem Sinne…

Sláinte,

Mr Barleycorn

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