Tobermory 2006/2018 Local Dealer Selection

Bereits im letzten Jahr haben sich sich einige renommierte Whiskyhändler aus ganz Deutschland zusammengetan, um gemeinsam besondere Fässer aus dem Bestand von Signatory Vintage abzufüllen und unter dem Namen Local Dealer Selection auf den deutschen Markt zu bringen. Diese Abfüllungen verschiedener Brennereien aus ganz Schottland fanden bei Liebhabern fassstarker Whiskys großen Anklang.  Ziemlich schnell waren die meisten Local Dealer Flaschen ausverkauft. In diesem Jahr folgte nun die zweite Edition mit 8 verschiedenen Whiskys.

IMG_20181219_191155.jpgHier die gesamte Local Dealer Selection 2nd Edition:

Caol Ila 10 Jahre (Hogsheads +  Oloroso  Finish)
Deanston 12 Jahre (1st Fill Sherry Butt)
Glen Grant 23 Jahre (exBourbon Barrel)
GlenAllachie 11 Jahre (1st Fill Sherry Hogshead)
Longmorn 26 Jahre (Refill Sherry Hogshead)
Port Dundas 27 Jahre (Hogshead)
Tobermory 12 Jahre (1st Fill Sherry Butt)
Edradour 10 Jahre (Sauternes Hogshead)

Preislich liegen die Abfüllungen zwischen 85 und 150 Euro und sie sind bzw. waren ausschließlich bei den 8 Händlern erhältlich. Welche Shops und Händler das sind, könnt Ihr hier bei den Kollegen von Whisky Experts nachlesen.

Ich habe mir eine Flasche des 12-jährigen Tobermory aus dem 1st Fill Sherry Butt besorgt und diese geteilt. Das Label verrät einiges an Informationen über den Malt. Neben der Vorbelegung des Fasses wird das genaue Destillations- und auch Abfülldatum angegeben. Gebrannt wurde der Malt von der Isle of Mull am 06.07.2006 und kam am 08.11.2018 mit 65,5% Vol. Fassstärke in die Flasche. Dass hier weder nachgefärbt noch kühlgefiltert wurde, muss ich glaube ich nicht wirklich erwähnen.

Nase: Unverdünnt kommt der Alkohol sehr stark durch und sticht etwas in der Nase. Aber hey, das wundert mich nicht bei 65,5% Vol. Alkohol. Etwas vorsichtiger und mit Abstand zum Glas strömt mir eine intensive Süße entgegen. Tiefe und dunkle Fruchtaromen wie Datteln und Rosinen kommen durch. Da ist eine frisch aufgerissene Tafel Traube-Nuss Schokolade, Zuckerwatte und Weihnachtsgebäck. Außerdem finde ich Marzipan und schwarzen Pfeffer. Mit reichlich Wasser kommen eine maritime Frische, reife Äpfel, Kräuter und eine leichte Schwefelnote hinzu. Diese ist keineswegs unangenehm, ganz im Gegenteil, das abgebrannte Streichholz passt ganz ausgezeichnet ins Gesamtbild.

Geschmack: Ich habe meiner Zunge die 65,5% Vol. nicht angetan und den Malt gleich etwas verdünnt. Trotz des Wassers kommt der Tobermory immer noch sehr kräftig daher und schiebt mit voller kraft voran. Das sind Chilli, Honig, Zuckerrübensirup, Espresso mit Rohrzucker und Unmengen an dunklen Früchten. Da findet sich die ganze Bandbreite von Rosinen über Pflaumen hin zu Datteln, alles umgegeben von etwas brauner Butter und etwas Nelke.

Abgang: Lang und wärmend. Weiterhin kraftvoll mit Kaffee, Backkakao, Honig, Lebkuchengewürz und Chilli.

Fazit: Das ist mal ein Kraftpaket! Der Tobermory verträgt einiges an Wasser, was ich aber keineswegs Schlimm finde. Gibt man dem Malt etwas Zeit im Glas und fügt Wasser hinzu, macht das Teil richtig Spaß! Der Sherryeinfluss ist sehr intensiv und steht klar im Vordergrund. Die leichte Schwefelnote fügt sich perfekt ein und trägt so zur Komplexität bei. Ich bin froh, noch etwas aus der Flaschenteilung übrig zu haben. Tolle Abfüllung, sehr gut ausgewählt.

Sláinte

Mr Barleycorn

Ein Kommentar zu „Tobermory 2006/2018 Local Dealer Selection

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