Hazelburn 13 Oloroso Cask Matured

Heute geht es mal wieder nach Campbeltown, genauer zu Springbank. Bisher hatte ich einen Springbank und einen Longrow für Euch im Glas. Heute folgt der dritte Stil der Brennerei – Hazelburn. Während Longrow zweifach und Springbank zweieinhalbfach Destilliert wird, wird der Hazelburn-Spirit dreifach destilliert. Dies hat zur Folge, dass der Whisky sehr weich und geschmeidig daherkommt. Vor allem in Irland wird dreifach gebrannt, aber auch einige schottische Brennereien destillieren ab und an dreifach. Auchentoshen aus den Lowlands beispielsweise brennt immer dreifach, aber auch BenRiach und Benromach haben dreifach destillierte Abfüllungen im Angebot.

Der Hazelburn, der gerade vor mir steht, durfte 13 Jahre in refill Oloroso Sherry Casks reifen. Wie bei Springbank üblich, wurde weder gefärbt noch kühlgefiltert. In die Flasche kam der Malt mit 47,4% Vol.. Allzu viele Flaschen dieser Abfüllung gibt es nicht. Sie ist auf 9000 Stück limitiert.

DSC05244.jpgNase: In der Nase zu Beginn deutlicher Alkohol, dann typische Oloroso Aromen wie Rosinen, Pflaumen und etwas bittere Schokolade. Auch angebranntes Karamell und Orangen nehme ich wahr. Mit der zeit wird der Malt würziger und der Holzeinfluss zeigt sich. Angenehm süß in der Nase, wenn man sich an den intensiven Alkohol gewöhnt hat.  Der Sherryfasseinfluss ist hier das, was am meisten heraussticht.

Geschmack: Deutlich weniger süß als die Nase erwarten lässt. Kräftig im Antritt und schön ölig. Da ist eine ordentliche Prise Pfeffer, Kaffee, Backkakao, Trockenpflaumen, Rosinen und auch die Orange ist wieder mit von der Partie. Gegen ende kommt auch im Mund das Holz schön durch. Insgesamt eher herb, was mir gut gefällt.

Abgang: Mittellang bis lang mit dunkler Schokolade, etwas Orangenabrieb, Ingwer und angenehme Trockenheit durch das Holz.

Fazit: Dreifach gebrannt klingt immer sehr soft und weichgespült. Das trifft für diesen Malt auf dem Hause Springbank definitiv nicht zu. Der Hazelburn 13 hat mächtig Power und bringt damit die Oloroso Aromen voll zur Geltung. Der Alkohol könnte durchaus etwas besser eingebunden sein. Aber es ist vielleicht gerade das, was den Malt auch ausmacht. Mir gefällt zudem, dass der Malt zwar in der Nase eine recht kräftige Süße verspricht, aber auf der Zunge dann eher herb ist. Ein paar Jahre mehr würde ihm vielleicht gut tun. 9000 Flaschen gibt es, wie gesagt. Knapp scheint er allerdings nicht zu sein. Das mag auch am recht sportlichen Preis von um die 70-80€ liegen. Ob er das Wert ist, muss allerdings jeder selbst entscheiden. Ich bin froh, eine Flasche mein Eigen nennen zu dürfen.

Sláinte

Mr Barleycorn

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