Aberlour 21 (Whic Architecture of Taste)

img_20180716_2108042329700054662067544.jpgErst vor Kurzem hat der Online Shop und unabhängige Abfüller Whic für reichlich Aufsehen mit dem Ben Nevis 1995/2018  aus der Nymphs of Whisky Collection gesorgt. Jetzt folgte gleich die nächste Abfüllung und gleichzeitig der Launch einer neuen Serie. Diese trägt den Namen Architecture of Taste und konzentriert sich auf Abfüllungen mit außergewöhnlicher Aromenintensität.  Die erste Abfüllung dieser Serie ist ein 21-jähriger Aberlour aus dem Bourbon fass. Die Brennerei ist eigentlich für ihre sherrylastigen Malts bekannt. Bei meinem Besuch der Brennerei vor einiger Zeit, lernte ich, dass ein Großteil des bei Aberlour gebrannten Spirits in ehemaligen Bourbon Fässern lagert. Die meisten Abfüllungen bei Aberlour bestehen aus einem Anteil exBourbon als auch einem Teil exSherry gereiften Whisky.

Der Aberlour vor mir durfte 21 lange Jahre in einem exBourbon Hogshead reifen. Danach wurde er ungefärbt und nicht kühlgefiltert mit 59,8% Vol. abgefüllt. Das Hoggy spukte nicht wirklich viele Flaschen aus – gerade einmal 122, die zum Großteil bereits ausverkauft sein dürften.

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Nase: Zitronig und frisch trifft der Malt meine Nase, der Alkoholgehalt ist präsent, aber nicht unangenehm und trägt zur Frische bei. Dazu gesellt sich eine Vielzahl von hellen Früchten wie Pfirsich, helle Weintraube, Birnen und Aprikosen. Außerdem ist da eine schon recht deutliche Süße, Honig, Malz und etwas frisches Getreide. Mit Wasser öffnet sich der Aberlour nocheinmal und die Fruchtigen Aromen werden intensiver, dazu verneme ich Muskat, Vanille und eine leicht muffige Note.

Geschmack: Auf der Zunge gibt sich der Whisky extrem Ölig, fast Wachsartig. Ich muss ein wenig an den Craigellachie 17 denken. Der Alkohol ist mir jedoch unverdünnt etwas zu intensiv. Daher verdünne ich mit einigen Tropfen Wasser. Jetzt ist da eine tolle Honig-Süße, wieder ein Fruchtsalat aus vorrangig hellen Früchten, Zitrusnoten, Vanille, Birnenschale, verbranntes Karamell, etwas Minze, und kandierter Ingwer. Diese leichte Muffigkeit, die ich bereits in der Nase vernommen habe ist auch wieder da.

Abgang: Lang, süß und bitterer werdend. Dazu schöne Eichenwürze, Pfeffer und Kräuter.

Fazit: Der Aberlour 21 aus der Architecture of Taste Serie ist bereits der zweite Sommermalt im gehobenen Alter, den ich in diesem Jahr verkosten konnte. Der erste war der Highland Park 17 „The Light“. Beim Aberlour gefällt mir das tolle Potpourri aus hellen Früchten sehr gut. Die Nase lädt zum endlosen Verriechen ein und gibt ständig neue Noten frei. Auch der Preis von rund 140€ ist im Gegensatz zum Highland Park deutlich schonender für das Portemonnaie. Trotzdem kann mich der Aberlour nicht so ganz überzeugen. Das liegt zum einen an dieser seichten Muffigkeit, die für mich nicht ganz ins Gesamtbild passt und zum anderen, am für mein Empfinden etwas zu intensiven Alkohol. Aber das liegt wie immer am persönlichen Geschmack. Alles in allem trotzdem eine gelungene Abfüllung.

Ich danke Arne von whic.de für die Zusendung des kostenfreien Samples.

Sláinte

Mr Barleycorn

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