Ardbeg Grooves Committee Release

Den Beitrag zur groovy Peat&Love Bustour gab es ja bereits vor Kurzem. Nachdem am Wochenende der Ardbeg Day stattfand, möchte ich Euch nun auch die Notes zum Ardbeg Grooves Committee Release nachliefern. Ein paar Infos zur Bustour und dem Ardbeg Day könnt Ihr gern nochmal im oben genannten Beitrag nachlesen.

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Das Ardbeg Grooves Committee Release ist und war so heiß begehrt, dass am Tag des Releases die Server bei Moët Hennessy zusammenbrachen. Das konnte ich „damals“ nicht wirklich verstehen – bis ich diesen Malt auf der Peat&Love Tour im Glas hatte und mich direkt geärgert habe, nicht auch eine Flasche geordert zu haben. Aber eins nach dem anderen. Der Ardbeg Grooves Committee Release kam zu seinem Namen, da er in stark ausgekohlten französischen Rotweinfässern reifen durfte. Durch das Charring (Auskohlen) entstanden tiefe Risse an der Fassinnenseite, die an die Rillen (engl. Grooves) von Schallplatten erinnern. Abgefüllt wurde das Committee Release mit 51,6% Vol., wie immer ohne Kühlfilterung und Angaben über Zuckercoleur konnte ich auf der Flasche auch nicht entdecken. Ich bin ja großer Fan der Rotwein-Rauch-Kombination, daher war ich auch ziemlich gespannt auf den Grooves. Hier nun die Notes:

Nase: Ja, es ist ein Ardbeg. Kalter, trockener Rauch mit einer leichten Zitrusnote und dann sofort süße Frucht. Die Weinnote braucht etwas Sauerstoff, bis sie sich entfalten kann. Ist sie aber einmal da, bekommt man sie nicht mehr weg und will immer mehr davon. Der Grooves wird immer süßer in der Nase und weckt in mit die Erinnerung an den typischen zuckersüßen Kaugummi von früher. Da sind außerdem Orangensaft, Gewürze und ein Kiefernwald. Die Nase ist wirklich super gelungen.

Geschmack: Und wieder dieser Rauch, der zu Beginn sehr präsent ist. Doch mit jeder Sekunde im Mund wird der Grooves süßer und süßer. Dazu gesellt sich ein schönes Prickeln auf der Zunge. Brauner Rohrzucker süße rote Weinbeeren, gebackene und gesalzene Zitrone und auch die oft erwähnte BBQ-Sauce kann ich wiederfinden. Die 51,6% Vol. sind so gut eingebunden, dass ich gar nicht daran denke, den Malt zu verdünnen. Ich bin mir gar nicht sicher, ob die 46% Vol. Version nicht zu dünn ist. Aber das kann man ja herausfinden.

Abgang: Ölig, rauchig und mittellang mit Noten von dunkler Schokolade, leichter Würzigkeit und wieder so etwas „Waldartiges“ (ich glaube, man nennt das auch Kräuter ;)). Durch die bleibende Weinnote leicht adstringierend.

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Fazit: Was soll ich da noch sagen…mir gefällt er wirklich gut. Das mag aber auch daran liegen, dass ich schon seit einige Zeit Fan von im Rotweinfass gereiftem Whisky bin. Trotzdem, was wir hier bekommen, ist ein typischer Ardbeg, der sich gleichzeitig von seinen Familienmitgliedern zu unterscheiden weiß. Toller in Kombination mit typische Weinaromen und was mir ganz besonders gefällt, ist dieser Hauch von Kiefernwald, der mich an die See erinnert. Ich bin gespannt auf das General Release, das am vergangenen Wochenende heraus kam.

Bis dahin.

Sláinte

Mr Barleycorn

Ich danke an dieser Stelle Stefan von der Gourmétage Leipzig für das Sample zur Verkostung.

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